| Volk | дэан · 德昂族 Dé’ángzú |
| Region | Yunnan, Bezirk Dehong und Kreis Zhenkang an der Grenze zu Lincang |
| Rolle | sie bauen an |
Tee
酸茶 suānchá auf De’ang: großblättriges yunnaner Rohmaterial, welken im Bambussieb ohne Sonne, Dampffixierung 蒸茶杀青, rollen, stopfen in Bambus, sauerstofffreie Gärung 50–70 Tage und zerstoßen 舂制. Technik 德昂族酸茶制作技艺 — nationales Verzeichnis 2021, Teil der UNESCO-Nominierung 2022
Auswuchs am Scheitel
Kurzer zweisträngiger gedrehter Zopf aus zerstoßenem gedämpftem Blatt: zwei Stränge, miteinander zu einem Wulst verdreht, etwas höher als der Schädel, der Schnitt oben ist ausgefranst, Fasern am Schnitt sichtbar. Keine Locke, keine Knospe — eben ein Wulst, weil die Masse nach dem Zerstoßen sich in Strängen zieht
Kopfbedeckung
Niedrige dunkle Wickelung mit Schlitz, und an ihrem gesamten unteren Rand ein Kranz aus kleinen Wollpompons, die bis auf Ohrenhöhe herabhängen. Bei 6 mm liest sich die Kontur als Reif mit Fransen aus einzelnen Kugeln: bei Yanta ist die Binde durchgehend und ganz unterhalb des Scheitels, bei Sunci steht die zottige Masse ÜBER dem Kopf als zerzauster Schober, hier ein dünner Streifen und darunter eine Reihe diskreter Punkte. Von der Wickelung der Bulang unterscheidet sie sich dadurch, dass sie nicht breiter als der Schädel ist und keine seitlichen Spulen hat
Kleidung
Das Hauptmerkmal ist nicht am Kopf, sondern an der Taille: 腰箍 yāogū — fünf lackierte Rattanreifen, über der Kleidung getragen, die Silhouette bekommt eine Tonne in der Taille. Dazu eine schwarze Jacke mit zwei Reihen roter Paspel, ein gestreifter Röhrenrock, Wickelgamaschen, eine Umhängetasche. In den Händen — ein Bambusrohr, mit einem Triebblatt verschlossen
Palette
Schwarzer Körper in drei Tönen, rote Paspel in zwei Fäden, Reifen lackiert in Rot, Ocker und Schwarz, ein silberner Punkt am Verschluss. Grün kommt nicht auf den Kopfputz — die Wickelung ist schwarzbraun
Warum das keine Karikatur ist
Die Taille-Reifen sind als Arbeitsgürtel genommen, als der sie dienen, nicht als exotische Kuriosität: es sind fünf und sie sind lesbar, nicht zwanzig, wo die Silhouette zur Attraktionstonne würde. Festliche Silbergarnituren werden gar nicht genommen. Das Clan-Epos 达古达楞格莱标, das das Volk aus dem Teeblatt herleitet, wird auf der Karte in einer Zeile nacherzählt als das, was die Träger selbst erzählen, nicht als unser Fund, und keine sakrale Attribute daraus werden dargestellt. Die Figur ist mit Arbeit beschäftigt — sie holt ein Rohr aus der Grube — und posiert nicht: die Arbeitshaltung nimmt das Register der „glücklichen singenden Minderheit“ heraus, in das jede Zusammenstellung bunter Kostüme abrutscht. Das Ethnonym wird ab 2026-08-15 offen publiziert — im Figurennamen und im Dateinamen