| Volk | hezhen · |
| Region | Heilongjiang: unterer Sungari und Ussuri — Tongjiang, Raohe, Yilan |
| Rolle | historisches Motiv |
Tee
Einen Teestrauch gibt es am unteren Sungari und Ussuri nicht: das Blatt gelangte nur auf dem Flussweg hierher, über den Handelsknoten 三姓 Sānxìng, das heutige Yilan. Pelzwerk ging als Tribut und zum Tausch flussabwärts, flussaufwärts kamen Stoff, Eisen und Ziegeltee aus den Kaufmannsläden zurück; Baumwolle und Leinen erreichten die Hezhen erst gegen Ende der Qing-Zeit wirklich — auf demselben Weg und mit derselben Rechnung. Gekocht wurde dieser Tee im eingeführten Eisenkessel, dem einzigen Gefäß, das langes Sieden aushielt. Fischhaut ist eine historische Sache: das «皇清职贡图» «Huángqīng zhígòngtú» beschreibt bei den Männern Birkenrindenhüte, im Winter Zobelhut und Fuchspelz, bei den Frauen einen Hut «wie einen Helm» 兜鍪 dōumóu und Kleidung aus Fischhaut mit kupfernen Glöckchen am Rand. Heute ist das ein wiederbelebtes Handwerk und ein Museumskostüm, keine Alltagskleidung, und die Karte spricht davon in der Vergangenheitsform.
Wuchs auf dem Scheitel
Ein aufgekochtes Stück Ziegeltee, das sich entlang der Mittellinie als niedriger Längswulst aufstellt: eine dunkelbraune, undurchsichtige Masse, die Länge von der Stirn zum Hinterkopf dreimal so groß wie die Höhe, die Oberkante zerrissen von den abstehenden Spitzen des aufgegangenen Blattes, die Flanke geschichtet, die Oberfläche matt, ohne einen einzigen Lichtdurchlass im Gegenlicht. Bei 6 mm ist das ein niedriger gezackter Streifen über dem Scheitel, kein stehendes Blättchen: Licht dringt nicht hindurch, und nach oben geht es kaum.
Kopfbedeckung
鱼皮帽 yúpímào — der historische Hut aus Fischhaut: aus Lachs- und Karpfenhäuten mit sichtbaren Stichen aus ebensolchem Fischhautfaden zusammengesetzt, liegt er am Schädel an und weitet sich am Hinterkopf leicht trompetenförmig, der Rand ist mit blauem Stoff eingefasst, am Rand hängen kleine kupferne Glöckchen; die Form entspricht der alten Beschreibung «Hut wie ein Helm». Der Schlitz für den Wulst ist ausdrücklich benannt: die Naht am First ist von der Stirn zum Hinterkopf aufgetrennt und mit Fischhautfaden umsäumt, die Masse tritt durch diesen Spalt nach außen, die Haut presst sich von beiden Seiten an sie und legt sich nicht darüber.
Kontur bei 6 mm. Helmschale mit Längswulst: ein glattes, schmales, eng anliegendes Ovoid, das sich nur am Hinterkopf weitet, und entlang seiner Achse verläuft ein einziger niedriger, zerrissener Kamm. Vom Kuppelhelm der Hani unterscheidet er sich dadurch, dass er nicht breiter als der Schädel ist und kein Plättchengeflimmer hat, vom Geflecht der Gaoshan durch die glatte Lederfläche ohne sichtbares Flechtwerk, vom Sattel der Daur dadurch, dass es nur einen Scheitelpunkt gibt und keine Senke in der Mitte, vom Guapimao der Mandschu dadurch, dass dort eine niedrige Kuppel aus sechs Keilen eine winzige Teeknospe in der Scheitelmitte trägt, während hier entlang der Achse ein durchgehender zerrissener Kamm verläuft, und vom Shui dadurch, dass dort der First glatt ist, vorn und hinten zu Nasen gekniffen wird und daraus ein Poller mit Tauwindung aufragt, während hier die Kammkante zerrissen und gezackt ist und nichts Senkrechtes darüber steht.
Kleidung
Eine gerade Jacke aus Fischhaut mit farbigem Stoffbesatz an Leiste und Saum, ein schmaler Gürtel, Schuhe aus derselben Haut. Das Kostüm ist als historische Rekonstruktion gezeigt, nicht als heutige Kleidung.
Palette
Bernstein und honigfarbene Halbtransparenz der Fischhaut, blaue Einfassung, mattes Kupfer der Glöckchen, eine flussgraugrüne Note im Futter.