| Volk | Yao · |
| Region | Guangxi, Kreis Gongcheng-Yao; auch Hunan, Nord-Guangdong und Guizhou |
| Rolle | trinken auf eigene Art |
Tee
恭城油茶 gōngchéng yóuchá — Öltee, der nicht aufgebrüht und nicht gekocht, sondern geschlagen wird: das Blatt wird im Kessel mit Ingwer und Knoblauch geröstet und mit einem Holzkolben 茶槌 cháchuí zerschlagen, dann mit Wasser übergossen, durchgeseiht und mit Reisgebäck, Erdnüssen und Frühlingszwiebeln serviert. Der Brauch 瑶族油茶习俗 yáozú yóuchá xísú wurde 2021 in die fünfte nationale Liste des immateriellen Erbes aufgenommen und 2022 in die UNESCO-Liste als Teil von 中国传统制茶技艺及其相关习俗. Autonomer Kreis Gongcheng-Yao bei Guilin.
Auswuchs am Scheitel
Holzhammer 茶槌: kurzer Schlägel, der mit dem Schlagkopf nach UNTEN steht, der Schlagkopf ist deutlich breiter als der Griff und durch die Arbeit zu dunkler matter Glätte abgenutzt, in Öl geröstete Blätter und Ingwerkrümel kleben daran, die Stirnseite zeigt dunkle Dellen vom Kessel. Unterscheidet sich von der Schöpfkelle der Mongolen dadurch, dass dort am Ende eine breite offene Schale mit Aufguss sitzt, hier aber ein geschlossener Schlagkopf, doppelt so breit wie der Griff; vom Stab des Quirls 甲洛 der Tibeter durch das Fehlen einer gelochten Scheibe und dreifach größere Dicke; vom Poller shui dadurch, dass die Verbreiterung nach UNTEN geht und keine Seilwindung darauf liegt. Eigenen Glanz hat das Holz nicht: der satinierte Schimmer ist die Signatur der Blasebälge.
Kopfbedeckung
包帕 bāopà in der Arbeitsvariante: eine niedrige Wicklung, die dicht am Schädel entlangführt, ohne zweite Lage und ohne Stützen. Beide Enden sind an der Hinterkopfnaht zusammengezogen und zu EINER großen stehenden Schlaufe gebunden — der Knoten ist fest zugezogen, der Stoff ist gestärkt und hält den Ring offen. Die Kante ist rundum beschnitten, keine Ecken. Der Schlitz für den Hammer ist eine Spalte im Scheitel der Wicklung, mit demselben Stoff versäubert.
Kontur bei 6 mm. Schlaufe hinter dem Hinterkopf: enge niedrige Wicklung am Schädel, und hinter dem Kopf steht eine große Schlaufe, durch die der Hintergrund sichtbar ist. Der Durchblick ist die Signatur des Schlagkopfs: nur eine Lage, und das Loch im Umriss steht HINTEN. Unterscheidet sich von den Hui dadurch, dass dort zwei Scheiben übereinander liegen und der Durchblick waagerecht ist, von den Qiang dadurch, dass die Wicklung gleichmäßig rundum ist und nichts auf die Wange herabreicht, von den Tataren dadurch, dass hinten kein geschlossener Kegel mit Knoten sitzt, sondern ein geschlossener Ring, von den Gelao dadurch, dass hinten nicht sechs Schwänze fächerförmig abstehen, sondern eine geschlossene Schlaufe.
Kleidung
Dunkle Jacke mit rot bestickter Knopfleiste am Rand, breiter gewebter Gürtel, auf dem Rücken ein Korb mit Reisgebäck und Erdnüssen.
Palette
Indigo der Wicklung, rote Stickerei.