| Volk | Dai · 傣族 Dǎizú |
| Region | Yunnan: Xishuangbanna und Dehong, Dörfer Jingmai und Manjing |
| Rolle | bauen an |
Tee
竹筒香茶 zhútǒng xiāngchá — gedämpfter Maocha wird in ein frisch geschnittenes Glied von Süßbambus 甜竹 gestopft und über Holzkohle gebrannt, danach wird der Halm zerbrochen; separat 糯米香茶 mit einem Kraut, das nach Klebreis duftet
Auswuchs am Scheitel
Ein glatter kleiner Zylinder aus gepresstem Tee: eine saubere Säule mit abgeschnittener Spitze und einer einzelnen schraubenförmigen Naht an der Seite — der Abdruck eines Bambusglieds. Der einzige regelmäßige geometrische Auswuchs im Set, und genau darin unterscheidet er sich vom Bulang mit seinem formlosen Stöpsel
Kopfbedeckung
Ein langer schmaler Schal, HOCH und SCHRÄG gewickelt, mit einem Schlitz für den Zylinder; ein Ende fällt frei herab und liegt auf der Schulter. Bei 6 mm das einzige hohe asymmetrische Volumen, das zur Seite kippt: die Kapuze der Kohle ist symmetrisch und verteilt Masse auf beide Schultern, das Tuch der Baimao gibt zwei kurze Enden über den Rücken, hier aber ragt ein geneigtes Türmchen und EIN breiter Streifen führt nach vorn über die Schulter
Kleidung
Eine sehr enge kurze Jacke in hellem Ton, ein langer anliegender Röhrenrock, ein mehrteiliger silberner Gürtel, flache Sandalen. Auf dem Rücken ein Korb mit Schulterriemen, in den Händen ein frisch geschnittenes Bambusglied und ein kurzes Messer zum Schneiden — ein Arbeitsmesser, kurz, in einer Scheide am Gürtel
Palette
Die einzige helle Farbigkeit des Sets: Sand, blassrosa, ausgebleichtes Blau, Weiß — jeder Ton in drei Abstufungen; das Silber des Gürtels ist feinflockig. Grün kommt am Kopfputz nicht vor — der Schal ist cremeblau
Warum das keine Karikatur ist
Die Dai wurden absichtlich hell gelassen: im Set halten sie den Kontrast, und das ist eine kompositorische Entscheidung, keine „exotische Buntheit“. Das Kostüm ist Arbeitskleidung, alltäglich, ohne Feststickerei und ohne ein einziges rituelles Stück, das Tempelthema wird gar nicht berührt. Die Dai sind ein grenzüberschreitendes Volk, verwandt mit Thai, Lao und Shan, deshalb steht auf der Karte kein Wort über die Zugehörigkeit zur Liste der Völker der VR China und keine Ordnungsnummer: es wird nur gesagt, wo Bambus geschnitten und wie Tee gemacht wird. Das Messer ist als Werkzeug zum Bambusschneiden gegeben, kurz und in der Scheide — eine Deutung als Waffe gibt es nicht. Das herabhängende Ende des Schals liegt auf der Schulter und stützt sich auf sie, statt als Ausleger zu hängen: Genauigkeit in der Konstruktion ist ebenso wichtig wie in der Ethnografie