| Volk | Jingpo · |
| Region | Yunnan, Bezirk Dehong: Yingjiang, Longchuan, Ruili |
| Rolle | trinken auf eigene Weise |
Tee
竹筒腌茶 zhútǒng yānchá — Tee als Speise: frische Blätter werden weich gekocht oder gedämpft, auf einer Bambusmatte geknetet, in ein dickes Bambusrohr gestopft und mit einem hölzernen Stößel Schicht für Schicht festgestampft, die Öffnung wird mit einem Bambusblatt verschlossen, das Rohr wird umgedreht, damit das Wasser abläuft, nach zwei Tagen wird es mit Ascheton versiegelt; nach zwanzig bis dreißig Tagen werden die Blätter gelb, das Rohr wird gespalten, der Tee wird nachgetrocknet und in einem Topf unter Sesamöl aufbewahrt, gegessen wird er als Imbiss oder mit Knoblauch gebraten. Eine einfache fermentierte Variante — mit Salz und Pfeffer, drei Monate in der Regenzeit. Getränk — 鲜竹筒茶 xiān zhútǒngchá: Quellwasser in einem frischen Rohr von Schalendicke kocht auf dem Herddreifuß, der Tee wird direkt hineingeworfen. Dehong.
Auswuchs am Scheitel
Eine Teesäule, aus einem Bambusrohr gestampft: die Masse steht auf dem Scheitel MITTIG EINGESCHNÜRT — zwei aufgequollene Klumpen, der obere etwas breiter als der untere, dazwischen eine straffe Einschnürung mit dunklem Abdruck des Bambusknotens. Am unteren Klumpen ist die Masse gerissen und in kurzen Kanten zusammengesackten Blatts auseinandergegangen, die Oberfläche dunkeloliv, matt, mit rötlicher Rauchspur. Bei 6 mm ist dies eine Sanduhr: genau eine Taille in der Mitte der Silhouette. Vom Dai unterscheidet sie sich dadurch, dass jener eine gleichmäßige Säule konstanter Breite mit abgeschnittenem Oberteil und Schraubennaht hat, während sich hier die Breite zweimal ändert; von den Tadschiken dadurch, dass dort zwei ungleiche Blasen an einer schrägen Achse seitlich zusammengeklebt sind ohne Einschnürung, während hier zwei Klumpen gleicher Größenordnung auf einer gemeinsamen Vertikalen stehen und zwischen ihnen eine straffe Taille liegt.
Kopfbedeckung
圆筒形头巾 yuántǒngxíng tóujīn — Kopfbedeckung des mittleren und jungen Jingpo-Mannes: gazeartiges Baumwolltuch in rot-blauem Karo, zu einer gleichmäßigen Röhre ohne Krempe und ohne Aufschlag gewickelt, der Scheitel bleibt offen. Es wird kein Schlitz geschnitten: die Teesäule steht im offenen oberen Ende der Röhre, und die letzte Stoffwindung wird mit einer Schlaufe genau in der Einschnürung des Auswuchses befestigt — der Stoff legt sich in die Taille, umschließt sie ringförmig und liegt niemals über dem Auswuchs.
Kontur bei 6 mm. Röhre: kurzer gleichmäßiger Zylinder ohne Krempe und ohne Aufschlag, oben offen. Beim Achang-Turm — ein doppelt so hoher Schalltrichter mit flacher Oberseite.
Kleidung
Kurze dunkle Jacke, Hosen bis zum Knie, Umhängetasche mit rotem Streifen, Hüftgeflecht aus Rattanringen.
Palette
Rot-blaues Karo der Kopfbedeckung, strohiger Bambus, dunkelolive Teemasse, graue Ascheverkleidung.