| Volk | hani, zweig aini · 哈尼族 Hānízú (爱尼 Àiní) |
| Region | Yunnan, Xishuangbanna: Nannuoshan im kreis Menghai; außerdem Pu’er und Honghe |
| Rolle | sie bauen an |
Tee
土锅茶 tǔguōchá — ein tonkessel auf einem dreifuß im herd, quellwasser, eigener großblättriger 晒青毛茶 wird etwa eine halbe stunde gekocht. Die gärten des Nannuoshan mit dem achthundertjährigen 茶王树
Auswuchs am scheitel
Ein fächer aus drei groben streifen sonnengetrockneten tees: drei breite fetzen eines großen blatts, die sich vom scheitel als flacher fächer ausbreiten, die oberseite dunkel, die rückseite bis grau-oliv verblichen, die ränder nach innen gerollt. Die form ist davon übernommen, wie das blatt auf dem sonnentrocknungstablett liegt
Kopfbedeckung
Eine niedrige, eng anliegende kuppel, vollständig mit halbkugelförmigen silberplättchen besetzt, mit einem schlitz für den fächer. Bei 6 mm kontur ist die kuppel etwa ein drittel breiter als der schädel, und ihr bogen ist nicht glatt, sondern von den plättchen fein gezahnt. Von der sechsteiligen kappe aus Anji unterscheidet sie sich durch die größe und den gezahnten bogen statt des gelappten rands, von der filzschale aus Zhongni durch das fehlen des horizontalen aufschlagrands. Ein perlenvorhang am rand fehlt
Kleidung
Eine kurze dunkelindigofarbene jacke mit schrägem verschluss, ein kurzer rock, wadenbinden, auf dem rücken ein korb an einem stirnband — die hände sind frei. An der hüfte ein tonkessel, im gürtel ein bündel spans für den herd
Palette
Indigo in drei tönen bis fast schwarz, eine rot-weiße passe in zwei streifen an kragen und manschette, feinflittriges silber auf der kuppel. Grün kommt auf den kopfschmuck nicht — die kuppel ist silbern-indigo
Warum das keine karikatur ist
Das silber auf der kuppel ist in natürlicher größe und ohne einen einzigen anhänger wiedergegeben: bei den hani ist es die von der familie angesammelte mitgift, und sie für die lesbarkeit zu verdoppeln hieße, das vermögen der familie in ein glitterstück zu verwandeln. Weitere silbergarnituren übernehmen wir gar nicht. Der kopfschmuck ist als alltagsstück gegeben, nicht als festlicher mädchenschmuck, und auf der karte wird kein einziges merkmal angeführt, das verheiratete und unverheiratete unterscheidet — die figur kann über jemanden nichts sagen, was sie nicht weiß. Der korb am stirnband ist als arbeitstrage gezeigt, derentwegen er überhaupt existiert, und nicht als dekor. Das volk ist im text der karte als träger des kesselbrauchs genannt, die einheit der sammlung bleibt der brauch